eine wirklich sehr sehr attraktive Frau saß mir im anderen Vierer schräg gegenüber. Der Mann ihr gegenüber starrte sie die ganze Zeit an, plötzlich sagte sie zu ihm: "können sie mich jetzt bitte wieder mit ihren Blicken anziehen, ich muss nächste Haltestelle raus!"
Eggi - am Freitag, 23. Oktober 2009, 14:07
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bin noch am Sammeln,
2 Fragen habe ich aber schon mal...
1. Frage stellte Karl Dall Iris Berben:
Wenn Sie die Möglichkeit hätten, nochmal von vorne anzufangen, würden Sie wieder alles flasch machen?
2. Frage stand in einer Fachzeitschrift für Urologen:
Wie zufrieden sind Sie mit ihrer Erektionsstörung?
3. Frage
Bietet sich Lothar Matthäus regelmäßig an, Ihren Job zu machen?
Irgendwie sowas...
2 Fragen habe ich aber schon mal...
1. Frage stellte Karl Dall Iris Berben:
Wenn Sie die Möglichkeit hätten, nochmal von vorne anzufangen, würden Sie wieder alles flasch machen?
2. Frage stand in einer Fachzeitschrift für Urologen:
Wie zufrieden sind Sie mit ihrer Erektionsstörung?
3. Frage
Bietet sich Lothar Matthäus regelmäßig an, Ihren Job zu machen?
Irgendwie sowas...
Eggi - am Samstag, 18. April 2009, 12:32
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Der Typ vor mir wollte es wohl vertuschen, dass er sich im Suff auf das Jacket gekotzt hatte und sagte zur Reinigungsfrau: "da hat mir mein Sohn drauf gekotzt!"
"Achso", sagte sie, guckte dann in die Hose und meinte: "der hat ihnen wahrscheinlich auch in die Hose geschissen?"
"Achso", sagte sie, guckte dann in die Hose und meinte: "der hat ihnen wahrscheinlich auch in die Hose geschissen?"
Eggi - am Dienstag, 31. März 2009, 02:32
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Jeden Tag steht der Sozialschmarotzer Eckbert Edelkirsch auf und geht zum Arbeitsamt. Er will nicht arbeiten, Arbeit ist Scheiße und deshalb wählt er auch die APPD. Im Arbeitsamt trinkt er sich beim Warten einen an und kommt mit einer Fahne zu Sabine Tüchtig, die ihn sehr unfreundlich begrüßt. „wissen Sie, sie alte Schachtel“ sagt er: „nur weil ich nicht arbeiten will, können Sie ruhig ein bisschen Höflicher zu mir sein!“
„Sie sind ein hoffnungsloser Fall“, antwortet sie frustriert. „naja, das liegt ja nicht an mir. Wissen Sie, Arbeitslosigkeit ist ein Luxusartikel in einer Gesellschaft, in der wir leben. Haben sie schon mal von Arbeitslosigkeit in Ruanda gehört?“ „nein!“ „sehen sie, was wir sind? Wir Arbeitslosen sind der Airbag, der Seitenaufpralschutz. Wir sind die Ledersitze, das nonplusultra der abendländischen Gesellschaft!+ Ist doch klar, dass der Staat uns unterstützt, der weiß das doch auch!“
„Sie und ihre Ideen. Wenn Sie doch nur einmal einen Geistesblitz dafür gebrauchen würden, um mal eine gute Idee zu haben. So wie sie sich jetzt verhalten, das muss ich ihnen leider sagen, sind Sie ein Sozialschmarotzer“.
Er geht zurück voller Heldenstolz. Er hat sich wieder mal bestätigt gefühlt. Auf dem Weg kauft er sich am Kiosk noch die Bild, zwei Bier und „äh, haben sie vielleicht lange Blättchen? Ja, genau, die OCB-Slim.“. Zuhause in seiner 30-Quadratmeter- Wohnung setzt er sich und liest die Bildzeitung. Er schneidet einen Artikel aus, mit der Überschrift. „die Zahl der Sozialschmarotzer nimmt täglich zu.“ und hängt ihn neben den Artikel an der Wand mit der Überschrift „Arbeitslosenzahl bei 4 Millionen.“ Stolz ist Eckbert Edelkirsch, denn er gehört dazu. Er ist einer der vielen Menschen, die jeden Tag in der Zeitung stehen wie Angela Merkel und Per Steinbrück und auch nichts tun.
Er raucht nen Joint und lehnt sich zurück. „kaum zu glauben“, denkt er: „ich bin irgendwie ein Prominenter.“.
Diese Idee stammt von Frank Lüdecke
„Sie sind ein hoffnungsloser Fall“, antwortet sie frustriert. „naja, das liegt ja nicht an mir. Wissen Sie, Arbeitslosigkeit ist ein Luxusartikel in einer Gesellschaft, in der wir leben. Haben sie schon mal von Arbeitslosigkeit in Ruanda gehört?“ „nein!“ „sehen sie, was wir sind? Wir Arbeitslosen sind der Airbag, der Seitenaufpralschutz. Wir sind die Ledersitze, das nonplusultra der abendländischen Gesellschaft!+ Ist doch klar, dass der Staat uns unterstützt, der weiß das doch auch!“
„Sie und ihre Ideen. Wenn Sie doch nur einmal einen Geistesblitz dafür gebrauchen würden, um mal eine gute Idee zu haben. So wie sie sich jetzt verhalten, das muss ich ihnen leider sagen, sind Sie ein Sozialschmarotzer“.
Er geht zurück voller Heldenstolz. Er hat sich wieder mal bestätigt gefühlt. Auf dem Weg kauft er sich am Kiosk noch die Bild, zwei Bier und „äh, haben sie vielleicht lange Blättchen? Ja, genau, die OCB-Slim.“. Zuhause in seiner 30-Quadratmeter- Wohnung setzt er sich und liest die Bildzeitung. Er schneidet einen Artikel aus, mit der Überschrift. „die Zahl der Sozialschmarotzer nimmt täglich zu.“ und hängt ihn neben den Artikel an der Wand mit der Überschrift „Arbeitslosenzahl bei 4 Millionen.“ Stolz ist Eckbert Edelkirsch, denn er gehört dazu. Er ist einer der vielen Menschen, die jeden Tag in der Zeitung stehen wie Angela Merkel und Per Steinbrück und auch nichts tun.
Er raucht nen Joint und lehnt sich zurück. „kaum zu glauben“, denkt er: „ich bin irgendwie ein Prominenter.“.
Diese Idee stammt von Frank Lüdecke
Eggi - am Donnerstag, 26. März 2009, 23:47
Wenn man sich angewöhnt, so wie ich, nachts zu leben, dann kollidieren die Schlafzeiten mit den Vorlesungszeit und man steht vor einem ganz schönen Problem. Schlafen oder Uni? Gedanken wie „ach, ne Regen: mein Lieblingswetter“ gehen einen durch den Kopf und macht mal wieder einen ruhigen Tag zu hause im Bett und lässt sich auf sein schlechtes Gewissen ein. Das schlechte Gewissen setzte in der schlimmsten und extremsten Phase erst um 14.30 ein, ja so kann es gehen, wenn man bis 6h morgen im Internet daddelt.
Ich habe mich dem jetzt gestellt. In den Semesterferien habe ich nun Zeit, etwas dagegen zu machen. Nachdem ich letztes Semester feststellen musste, dass ich ein Weichei in Sachen früh aufstehen bin: Ich wollte meine Lebensgewohnheiten dem Studium anpassen und habe mir Kurse um 8h morgens gelegt. Nach zwei Wochen war ich so fertig und hatte einen echten Jetlag. Also fing ich wieder an, ein schlechtes Gewissen zu haben und hab nach zwei Wochen wieder mein Studium meinen Lebensgewohnheiten angepasst, was heißt, dass der frühste Kurs morgens um 12h war. Ein echt hartes Schicksal.
Nun musste ich etwas dagegen tun, denn ich bin ja ein ordentlicher Student mit deutschem Pflichtbewusstsein. Was tun, es gab zwei Möglichkeit, so dachte ich, entweder die krasse Tour und einfach noch länger wach bleiben und das so extrem machen, dass ich irgendwann um 22h ins Bett gehe, oder ich muss mir was Gutes überlegen.
Ich rechnete mir aus, was ich so verkraften könnte, wenn ich schon früher aufstehen muss. Doch zu erst habe ich mein nächstes Semester geplant. Soll ich mein Leben ändern, so dass ich um 12 oder um 10 die Kurse lege. Ich beschloss, meine Kurse auf 10 zu legen, hatte ich doch im Hinterkopf, dass im Wintersemester zwei wichtige Kurse um 8h schon habe und das bedeutet, dass ich im Oktober um halb acht aufstehen muss. Wie schaffe ich das bloß? Ganz einfach: ab dem ersten März fing ich an meinen Wecker jeden Tag fünf Minuten zu stellen. Also dem 26. Februar 14h. 27. Februar 13.55 und so weiter. Mit dieser Methode würde ich am Semesterbeginn am 14.April um 9:35 durch meinen Wecker geweckt. Vier Tage später würde dann mein Wecker um 9:20 klingeln. Perfekt! So schaffe ich es! Ja, so dachte ich es mir. Aber das Leben fickt einen immer wieder und man wird auch mit einem Tatendrang immer wieder zurückgeworfen, so ist am 29. März Zeitumstellung... Verdammte scheiße! Das kostet meiner Theorie Kopf und Kragen! Aber das habe ich jetzt die Tage dadurch überbrückt, indem ich 6 Tage einfach die 10 Minuten Methode anwende. Morgen stehe ich also um 10.35 auf. Naja, aufstehen ist was anderes. Es ist so. Ich lass mich immer wieder durch den Wecker wecken, so, dass ich ne Stunde später aufstehe, aber es hat tatsächlich mich dazugebracht, dass ich schon um 3h ins Bett gehe. Ja, ich war auch müde, aber nicht so krass, wie im letzten Semester! Mir ist klar geworden, dass man Veränderungen am besten in Phase der Ruhe schafft. Und jetzt kommt eigentlich doch noch ein Happy-End. Am 25.Oktober ist, so wird die 5 -Miuntenmetohde in den nächsten Semesterferien nicht ganz so schwer! Die Stunde, die mir einst geklaut wurde, ist mir wieder geschenkt!
Das erinnert mich daran, dass ich zwei Lieblingstage im Jahr habe. 1. Frühlingsanfang, 2, der Tag an dem man die verdammte Stunde zurückgeschenkt bekommt!
Und ich singe laut Tocotronic: „und ich weiß nicht genau, ob es so etwas gibt und ob es an der Zeitumstellung liegt!
Fazit: diese Methode wird sich bewähren!
Ich habe mich dem jetzt gestellt. In den Semesterferien habe ich nun Zeit, etwas dagegen zu machen. Nachdem ich letztes Semester feststellen musste, dass ich ein Weichei in Sachen früh aufstehen bin: Ich wollte meine Lebensgewohnheiten dem Studium anpassen und habe mir Kurse um 8h morgens gelegt. Nach zwei Wochen war ich so fertig und hatte einen echten Jetlag. Also fing ich wieder an, ein schlechtes Gewissen zu haben und hab nach zwei Wochen wieder mein Studium meinen Lebensgewohnheiten angepasst, was heißt, dass der frühste Kurs morgens um 12h war. Ein echt hartes Schicksal.
Nun musste ich etwas dagegen tun, denn ich bin ja ein ordentlicher Student mit deutschem Pflichtbewusstsein. Was tun, es gab zwei Möglichkeit, so dachte ich, entweder die krasse Tour und einfach noch länger wach bleiben und das so extrem machen, dass ich irgendwann um 22h ins Bett gehe, oder ich muss mir was Gutes überlegen.
Ich rechnete mir aus, was ich so verkraften könnte, wenn ich schon früher aufstehen muss. Doch zu erst habe ich mein nächstes Semester geplant. Soll ich mein Leben ändern, so dass ich um 12 oder um 10 die Kurse lege. Ich beschloss, meine Kurse auf 10 zu legen, hatte ich doch im Hinterkopf, dass im Wintersemester zwei wichtige Kurse um 8h schon habe und das bedeutet, dass ich im Oktober um halb acht aufstehen muss. Wie schaffe ich das bloß? Ganz einfach: ab dem ersten März fing ich an meinen Wecker jeden Tag fünf Minuten zu stellen. Also dem 26. Februar 14h. 27. Februar 13.55 und so weiter. Mit dieser Methode würde ich am Semesterbeginn am 14.April um 9:35 durch meinen Wecker geweckt. Vier Tage später würde dann mein Wecker um 9:20 klingeln. Perfekt! So schaffe ich es! Ja, so dachte ich es mir. Aber das Leben fickt einen immer wieder und man wird auch mit einem Tatendrang immer wieder zurückgeworfen, so ist am 29. März Zeitumstellung... Verdammte scheiße! Das kostet meiner Theorie Kopf und Kragen! Aber das habe ich jetzt die Tage dadurch überbrückt, indem ich 6 Tage einfach die 10 Minuten Methode anwende. Morgen stehe ich also um 10.35 auf. Naja, aufstehen ist was anderes. Es ist so. Ich lass mich immer wieder durch den Wecker wecken, so, dass ich ne Stunde später aufstehe, aber es hat tatsächlich mich dazugebracht, dass ich schon um 3h ins Bett gehe. Ja, ich war auch müde, aber nicht so krass, wie im letzten Semester! Mir ist klar geworden, dass man Veränderungen am besten in Phase der Ruhe schafft. Und jetzt kommt eigentlich doch noch ein Happy-End. Am 25.Oktober ist, so wird die 5 -Miuntenmetohde in den nächsten Semesterferien nicht ganz so schwer! Die Stunde, die mir einst geklaut wurde, ist mir wieder geschenkt!
Das erinnert mich daran, dass ich zwei Lieblingstage im Jahr habe. 1. Frühlingsanfang, 2, der Tag an dem man die verdammte Stunde zurückgeschenkt bekommt!
Und ich singe laut Tocotronic: „und ich weiß nicht genau, ob es so etwas gibt und ob es an der Zeitumstellung liegt!
Fazit: diese Methode wird sich bewähren!
Eggi - am Donnerstag, 26. März 2009, 23:35
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Ich dachte immer, es wäre die Aufgabe des Menschen, zu leben. Meine Divise war deswegen eigentlich immer: „Leben und Leben lassen“. Ich konnte es einfach nicht leiden, wenn mich jemand in meiner Lebensauffassung beschnitt. Dann war ich auf einmal in allen Punkten dagegen, in denen es ein Dilemma zu erzeugen gab. Ich bin der Meister darin, ein Dilemma in einer Diskussion zu finden. Das ist meine Spezialität. Meiner Ansicht nach ist nämlich eine Diskussion dann gut gewesen, wenn beide Partner aus der Diskussion rausgehen und weder Recht noch Unrecht haben. Daraus entsteht dann das, was die alten Griechen Synthese nannten. Möglicherweise ist das, und da müsste man mal mit mir diskutieren, falsch. Ich halte es mit den Worten von Erich Kästner und sage: „es ist wahr“, denn „wahr“ ist nach seiner Auffasung eine Geschichte dann, wenn sie so passiert sein könnte, wie sie erzählt wird. Für mich ist das genau die richtige Methode, einen Lacher mehr zu erzielen.
Mein Leben besteht seitdem ich denken kann aus guten Geschichten, ich habe sie immer gesammelt, so wie ich Menschen gesammelt habe. Bei mir kann eigentlich jeder so sein, wie er will. Klar habe ich meine Diskussionen mit Schwulengegnern gehabt. Früher war es manchmal hitzig, heute muss ich gestehen, dass z.B. „Schwule sind krank“ eine Meinung ist, die häufig vertreten wird. Ich weiß nicht, ob es Resignation ist oder einfach die Konsequenz des Lebens, dass ich heute anders reagiere. Eine Meinung, wenn sie falsch ist, sollte kein Anlass für eine Diskussion sein, aber ein Auslöser, eine Freundschaft zu beenden.
Nun suche ich mir Menschen, die meine Meinung teilen. Das ist auch einfacher, denn wenn man eine Meinung mit jemanden teilt, geht man den leichteren Weg durchs Leben. Dagegensein kann ganz schön anstrengend sein. Und ich habe weißgott was besseres mit meinem Leben anzufangen, als mit Menschen zusammen zu sein, die eine andere Meinung als ich haben. Freundschaft bedeutet mir viel, auch wenn ich weiß, dass Freundschaften nicht ewig halten.
Leider.
Wenn es nach mir ginge, würde ich gerne so und so sein, aber ich bin ich.
Nach einem Wunsch von Stefan, schreibe ich nun meine Geschichten auf, die mir das Leben erzählt hat. Es sind Geschichten über Menschen, die mir in meinem Leben begegnet sind. Manche Geschichten stimmen, manche sind wahr. Manche sind einfach nur humbig und ausgedacht. Aber das macht nichts. Im gegenteil, die Poesie darf alles.
Nun ist es für mich das beste, wenn ich chronlogisch vorgehe, also fange ich mit meiner Kindheit an.
Meine Mutter erwachte, ihre Scheide tat weh. Ein „nicht schon wieder ging ihr durch den Kopf“. Wer war er? Wer war dieser Mann. Es geht um die Frage nach meinem Vater. Eine Frage, die ich mir immer wieder stelle und keine Antwort darauf weiß. Er war Kirmesboxer und, wenn ich der Hure glauben soll, bei der er jede Nacht sein Preisgeld verhurte, kein besonders guter. Die erste Lebensweisheit, die mein Bruder in der Pubertät bekam, war von diesem Kirmesboxer. Einen Ratschlag, den er selber besser einmal ernst genommen hätte, dann wäre mir diese Qual, die sich Leben nennt, mir erspart geblieben: „Junge, wenn Du rumhurst, vergiss das Gummi nicht.“.
Eine packende Geschichte, wie ich finde, wenn auch ein bisschen zu sehr darum bemüht, dass es genau das Gegenteil von meiner Geschichte zu schreiben, denn ich bin sehr glücklich aufgewachsen. Ein Touch Großbürgertum in einer Beamtenwohnung in einem kleinen Vorort einer Großstadt.
Mein Leben besteht seitdem ich denken kann aus guten Geschichten, ich habe sie immer gesammelt, so wie ich Menschen gesammelt habe. Bei mir kann eigentlich jeder so sein, wie er will. Klar habe ich meine Diskussionen mit Schwulengegnern gehabt. Früher war es manchmal hitzig, heute muss ich gestehen, dass z.B. „Schwule sind krank“ eine Meinung ist, die häufig vertreten wird. Ich weiß nicht, ob es Resignation ist oder einfach die Konsequenz des Lebens, dass ich heute anders reagiere. Eine Meinung, wenn sie falsch ist, sollte kein Anlass für eine Diskussion sein, aber ein Auslöser, eine Freundschaft zu beenden.
Nun suche ich mir Menschen, die meine Meinung teilen. Das ist auch einfacher, denn wenn man eine Meinung mit jemanden teilt, geht man den leichteren Weg durchs Leben. Dagegensein kann ganz schön anstrengend sein. Und ich habe weißgott was besseres mit meinem Leben anzufangen, als mit Menschen zusammen zu sein, die eine andere Meinung als ich haben. Freundschaft bedeutet mir viel, auch wenn ich weiß, dass Freundschaften nicht ewig halten.
Leider.
Wenn es nach mir ginge, würde ich gerne so und so sein, aber ich bin ich.
Nach einem Wunsch von Stefan, schreibe ich nun meine Geschichten auf, die mir das Leben erzählt hat. Es sind Geschichten über Menschen, die mir in meinem Leben begegnet sind. Manche Geschichten stimmen, manche sind wahr. Manche sind einfach nur humbig und ausgedacht. Aber das macht nichts. Im gegenteil, die Poesie darf alles.
Nun ist es für mich das beste, wenn ich chronlogisch vorgehe, also fange ich mit meiner Kindheit an.
Meine Mutter erwachte, ihre Scheide tat weh. Ein „nicht schon wieder ging ihr durch den Kopf“. Wer war er? Wer war dieser Mann. Es geht um die Frage nach meinem Vater. Eine Frage, die ich mir immer wieder stelle und keine Antwort darauf weiß. Er war Kirmesboxer und, wenn ich der Hure glauben soll, bei der er jede Nacht sein Preisgeld verhurte, kein besonders guter. Die erste Lebensweisheit, die mein Bruder in der Pubertät bekam, war von diesem Kirmesboxer. Einen Ratschlag, den er selber besser einmal ernst genommen hätte, dann wäre mir diese Qual, die sich Leben nennt, mir erspart geblieben: „Junge, wenn Du rumhurst, vergiss das Gummi nicht.“.
Eine packende Geschichte, wie ich finde, wenn auch ein bisschen zu sehr darum bemüht, dass es genau das Gegenteil von meiner Geschichte zu schreiben, denn ich bin sehr glücklich aufgewachsen. Ein Touch Großbürgertum in einer Beamtenwohnung in einem kleinen Vorort einer Großstadt.
Eggi - am Freitag, 27. Februar 2009, 02:31 - Rubrik: mein achtel Lorbeerblatt